Deutsch verkauft besser

September 27, 2007 at 9:31 Uhr vormittags (Corporate Publishing)

Was auf den ersten Blick das Hobby einer Handvoll Sprachpuristen zu sein scheint, erweist sich bei genauerem Hinsehen als wichtiger Erfolgsfaktor. Gutes Deutsch verkauft besser. Gerade kaufkräftige Zielgruppen sind sprachsensibler als vielleicht vermutet. Dies zeigte eine Befragung der Fachzeitung «Deutsche Sprachwelt» bereits im Sommer 2006 deutlich: 36 Prozent der Befragten wenden sich von Waren und Dienstleistungen ab, wenn diese unverständlich oder fehlerhaft beworben oder beschrieben werden. Bei den kaufkräftigen Altersgruppen steigt dieser Prozentsatz sprachkritischer Kunden sogar auf über 60 Prozent. Deshalb: Gutes Deutsch stellt sich immer mehr als Wettbewerbsfaktor heraus.

«Jargon, überflüssige Fremdwörter und Anglizismen haben in Zeitungen und Magazinen, auch in Kundenmagazinen, nichts zu suchen.» lehrt auch Ulrich Brenner, Leiter der Deutschen Journalistenschule, München, seinen Jungreportern.

Unternehmen steuern mit dem Trend
Der Verein Deutsche Sprache verleiht den Institutionenpreis für gutes Deutsch. Ausgezeichnet wurde Dialog.E, das Kundenmagazin der Eon Westfalen-Weser. Hinter soviel Spracheifer stehen durchaus auch wirtschaftliche Interessen. Denn: Gutes Deutsch wirkt. Es spart Geld und verkauft besser – diese Erkenntnis setzt sich durch. So schult Eon Westfalen-Weser seine Mitarbeitenden in Formulierung und Wortwahl. Folge: weniger Rückfragen, weniger Missverständnisse, klarere Ziele, bessere Kommunikation – und der Sprachpreis. Zum Interview in der Süddeutschen Zeitung

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